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Hier dreht sich alles um das Leben auf dem Land, regionale und Bio-Produkte, Naturverbundenheit und den Zusammenhalt in unserer Gemeinschaft. In unseren Themen-Kategorien Leben auf dem Land, Bio & Regional,

Natur und Lebensqualität sowie Gemeinschaft und Kooperation teilen wir spannende Einblicke und wertvolle

Tipps rund um das Leben in Hatten.​

Wir möchten diesen Blog gemeinsam mit Ihnen gestalten!

 

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🗳️ WAHLSERIE BLOG 2 - HATTENhat. im Gespräch: Die Bürgermeisterkandidaten 2026 im Vergleich

Aktualisiert: vor 5 Stunden

Bilder: Offizielle Websites der Kandidaten: Enrico Dickmann, Gerrit Edelmann, Denis Oetken, Sven Peterhänsel & Walter Schleef
Bilder: Offizielle Websites der Kandidaten: Enrico Dickmann, Gerrit Edelmann, Denis Oetken, Sven Peterhänsel & Walter Schleef


Fünf Kandidaten. Gleiche Fragen. Klare Antworten.

Eine Entscheidung über die Zukunft von Hatten.



Am 13. September 2026 wählt Hatten einen neuen Bürgermeister. Die Entscheidung wirkt weit über den Wahltag hinaus: Die kommende Amtszeit beträgt acht Jahre – bis 2034.


Deshalb haben wir alle fünf öffentlich bekannten Bürgermeisterkandidaten eingeladen, dieselben Fragen zu beantworten. Ziel ist ein direkter Vergleich: sachlich, übersichtlich und ohne Wahlempfehlung.


Im Mittelpunkt stehen Themen, die den Alltag in Hatten prägen: Führung, Verwaltung, Finanzen, Ortsteile, Zukunftsfähigkeit und die Frage, wohin sich unsere Gemeinde entwickeln soll.



DIE KANDIDATEN IM ÜBERBLICK - Kurzprofil


Die Reihenfolge erfolgt alphabetisch nach Nachnamen.



Hinweis: Die farbigen Markierungen dienen ausschließlich der visuellen Zuordnung innerhalb dieses Beitrags. Sie stellen keine parteipolitische Einordnung, Unterstützung oder Empfehlung durch HATTENhat. dar.


⬇️ Das Kurzprofil als .PDF Datei zum Herunterladen


Warum wir dieses Format machen



HATTENhat. macht Hatten sichtbar – mit seinen Menschen, Orten, Vereinen, Unternehmen

und Themen.


Zur Kommunalwahl 2026 möchten wir Orientierung geben: nicht durch Bewertung, sondern durch vergleichbare Antworten. Wer wählt, sollte wissen können, wofür die Kandidaten stehen und wie sie Verantwortung verstehen.


📍 HATTENhat. ist unabhängig, parteipolitisch neutral und gibt keine Wahlempfehlung.



Transparenz zum Interviewformat


Alle fünf Kandidaten erhalten denselben Fragenkatalog, dieselbe Frist und dieselben formalen Vorgaben. Die Antworten werden ohne inhaltliche Bewertung veröffentlicht.


Die vollständigen Teilnahmebedingungen und redaktionellen Hinweise finden Sie hier:

⬇️ PDF: Teilnahmebedingungen „HATTENhat. im Gespräch“ ⬇️





DIE FRAGEN UND ANTWORTEN



Jetzt kommen die Kandidaten selbst zu Wort. Die Antworten sind nach Fragen geordnet, damit Sie die Positionen direkt vergleichen können.


Achten Sie beim Lesen darauf, welche Prioritäten gesetzt werden, wie konkret die Antworten sind und welches Bild von Hatten bis 2034 entsteht.


HATTENhat.: Die Gemeinde Hatten hat 2014 die Vision „Hatten hat LebensWerte“ beschlossen. Welche konkrete Vision haben Sie für Hatten im Jahr 2034 – und welche drei messbaren Veränderungen sollen die Bürger nach acht Jahren Amtszeit konkret erleben können?


E.D. : Meine Vision für Hatten 2034 ist eine Gemeinde, die modern, lebenswert und finanziell solide aufgestellt ist – mit starken Ortsteilen und einer bürgernahen Verwaltung. Die Bürgerinnen und Bürger sollen drei Veränderungen spüren: Erstens ein Rathaus, das für alle Generationen offensteht – persönlich erreichbar, digital und mit kurzen Bearbeitungszeiten. Zweitens starke Vereine mit verlässlicher Unterstützung durch die Gemeinde. Drittens mehr bezahlbaren Wohnraum durch die Ausweisung neuer Baugebiete und den Bau zusätzlicher Mietwohnungen, damit Jung und Alt auch künftig gerne in Hatten leben.


🔴 G.E. : Gerne würde ich die Vision für Hatten gemeinsam mit dem neu gewählten Rat weiterentwickeln und umsetzen. Meine Vision ist eine klimafeste, inklusive, familienfreundliche, lebendige und bürgernahe Gemeinde mit starken Ortsteilen, guter Daseinsvorsorge und einer modernen, weitestgehend digitalen Verwaltung. Hatten soll eine Bürgerkommune werden. Drei spürbare Veränderungen wären: schnellere Abläufe, Fortschritte bei Bildung und Infrastruktur sowie mehr Beteiligung.


D.O. : Ich möchte Menschen zusammenbringen und das Miteinander stärken. Generationenübergreifender Zusammenhalt und ein Auge für die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Bürgerinnen und Bürger sind Grundvoraussetzung für eine lebenswerte Gemeinde. Dazu braucht es einen soliden Haushalt, um auch in Zukunft nicht nur Pflichtaufgaben, sondern auch freiwillige Leistungen wahrnehmen zu können. Messbare Ziele:

1. Der Wegzug junger Menschen, insbesondere aus den kleineren Ortschaften, soll sprübar sinken.

2. Ein verbesserter, positiver Ergebnishaushalt.

3. Mind. 10 % mehr junge Familien und Gewerbetreibende.


🟠 S.P. : Meine Vision für Hatten 2034 ist eine Gemeinde, die wirtschafltich solide, familienfreundlich & Lebenswert für alle Ortsteile ist. Ich möchte Mehr Bürgerbeiteligung insbesondere bei der Windenergie. Eine moderne offene & Serviceorientierte Verwaltung. Ein modernisiertes & besser ausgebautes Freizeitzentrum, das attraktiver genutzt und wirtschaftlich erfolgreich betrieben wird. Erfolg zeigt sich für mich an messbaren Verbesserungen: Kürzere Bearbeitungszeiten, Sanierte Straßen, Sichere Radwege, Starke Vereine und eine Finanziell Handlungsfähige Gemeinde mit starken Unternehmen.


🟢 W.S. : 2034 soll Hatten als lebenswerte, finanziell solide und bürgernahe Gemeinde wahrgenommen werden. Daran möchte ich mich messen lassen:

1. Verwaltungsleistungen sind deutlich schneller und weitgehend digital verfügbar.

2. Jährlich werden in allen Ortsteilen konkrete Bürgerprojekte gemeinsam umgesetzt.

3. Die Gemeinde investiert nachhaltig in Schulen, Feuerwehr, Straßen und Vereine – ohne ihre finanzielle Handlungsfähigkeit zu verlieren.


HATTENhat.: Wenn der Gemeindehaushalt um 10% reduziert werden müsste: In welchen zwei Bereichen würden Sie zuerst Einsparungen vornehmen – und welcher Bereich wäre für Sie nicht verhandelbar?


E.D. : Eine pauschale Aussage, in welchen Bereichen bei einem Einsparvolumen von rund 3,5 Millionen Euro zuerst gekürzt werden sollte, wäre weder seriös noch verantwortungsvoll. Für mich steht am Anfang eine gemeinsame Analyse mit den Fachbereichen, denn dort liegt die größte Expertise, um Einsparpotenziale zu erkennen, Prozesse effizienter zu gestalten oder Projekte zeitlich zu verschieben. Nicht verhandelbar sind für mich eine verlässliche Kinderbetreuung und starke Schulen. Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft unserer Gemeinde und dürfen nicht zum Sparobjekt werden.


🔴 G.E. : Ich würde zuerst alle laufenden Ausgaben, freiwilligen Leistungen und Investitionen konsequent auf Notwendigkeit, Priorität und Folgekosten überprüfen. Einsparungen sehe ich vor allem bei Doppelstrukturen, verzichtbaren Zusatzmaßnahmen und der zeitlichen Streckung weniger dringlicher Vorhaben. Nicht verhandelbar ist für mich die verlässliche Erfüllung der Pflichtaufgaben: insbesondere Bildung, Kinderbetreuung, Feuerwehr, Rettungswesen und eine sichere Infrastruktur. Hier darf nicht zulasten der Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde gespart werden. Am Ende entscheidet der Rat.


D.O. : Kurzfristig ließe sich durch den Verzicht auf teure Neubauten oder alternative, kostengünstigere Lösungen (bspw. beim Busknotenpunkt) Geld einsparen. Auch kostenintensive Umbaumaßnahmen könnten verschoben oder gänzlich gestrichen werden. Langfristig bieten gezielte Investitionen, bspw. in energetische Sanierungen, die Chance auf Einsparungen. Im Bereich der Bildung darf es keine Einsparungen geben. Insgesamt muss aber nicht nur die reine Reduzierung der Ausgaben, sondern vor allem die Erschließung neuer oder die Erhöhung vorhandener Einnahmequellen das Ziel politischen Handelns sein.


🟠 S.P. : Ich würde zuerst bei teuren freiwilligen Bauprojekten sparen, die nicht dringend notwenig sind. Außerdem würde ich freiwillige Zuschüsse überprüfen und nur dort Geld ausgeben, wo Sie den Menschen in Hatten etwas bringen.

Nicht gespart werden darf für mich bei Kindergärten & Schulen, der Feuerwehr, sowie bei der Sicherheit und dem Erhalt der Infrastruktur.


🟢 W.S. : Müsste der Haushalt um 10 % reduziert werden, würde ich zuerst Verwaltungsausgaben, Prozesse und Projekte auf Einsparpotenziale prüfen sowie Investitionen zeitlich priorisieren, wenn sie nicht zwingend sind. Nicht verhandelbar sind für mich die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie Bildung und Kinderbetreuung. Dort darf Sparen nicht die Zukunft unserer Gemeinde gefährden.


HATTENhat.: Bitte ordnen Sie die folgenden Themenbereiche nach Ihrer Priorität : Bildung – Wohnen – Straßen/Infrastruktur – Klimaschutz – Digitalisierung - Wirtschaftsentwicklung.

Bitte kurz begründen.


Wie setzen die Kandidaten ihre Prioritäten?


Die Kandidaten wurden gebeten, sechs Themenbereiche nach Priorität zu ordnen. Nicht alle Antworten enthalten eine vollständige Rangfolge.


HATTENhat. stellt deshalb ausschließlich das dar, was aus den eingereichten Antworten eindeutig hervorgeht. Wo keine vollständige Rangfolge genannt wurde, ergänzt oder rekonstruiert HATTENhat. keine eigene Reihenfolge.


Legende

✅ Vollständige Rangfolge

◐ Teilweise Rangfolge genannt

◌ Keine vollständige Rangfolge




HATTENhat.: Welche Bevölkerungsgruppe wird Ihrer Meinung nach aktuell in Hatten am wenigsten berücksichtigt – und welche konkrete Maßnahme würden Sie für diese Gruppe umsetzen?


E.D. : Ich sehe insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene als eine Gruppe, die wir noch stärker einbinden sollten. Sie sind die Zukunft unserer Gemeinde und sollen Hatten aktiv mitgestalten können. Deshalb möchte ich ihre Beteiligungsmöglichkeiten ausbauen und den Nachwuchs in Vereinen, Feuerwehr und Ehrenamt gezielt fördern. Wer früh Verantwortung übernimmt und Gemeinschaft erlebt, identifiziert sich stärker mit seiner Heimat und gestaltet sie auch langfristig mit.


🔴 G.E. : Am wenigsten gesehen werden aus meiner Sicht häufig Jugendliche und junge Erwachsene außerhalb der klassischen Vereins-, Kita- und Schulstrukturen sowie Menschen mit Beeinträchtigungen. Für sie würde ich Beteiligungsformate ausbauen, die wirklich niedrigschwellig sind, etwa ein Online-Mitmachportal, Insta-Fragerunden, gemeinsamen Begehungen und konkrete Räume für eigene Projekte. Mir ist wichtig nicht nur zu informieren, sondern echte Beteiligung und Mitgestaltung zu ermöglichen.


D.O. : Statistisch ist die Altersgruppe zwischen 45 und 64 Jahren am stärksten vertreten, erhält aber wenig Aufmerksamkeit, da man ihr wenig Unterstützungsbedarf unterstellt. Dabei unterstützen diese Menschen häufig selbst Senioren, Jugendliche und Kinder. Als konkrete Maßnahme werde ich verlässliche Betreuungsangebote ausbauen, um sie bei Beruf, Kindern und der Pflege Angehöriger spürbar zu entlasten.


🟠 S.P. : Aus meiner Sicht werden derzeit vor allem die Bürger benachteiligt, weil sie bei wichtigen Entscheidungen oft zu wenig mit einbezogen werden. Deshalb möchte ich die Bürgerbeteiligung stärken, durch mehr Dialog und frühzeitige Information. Im Falle meiner Wahl werde ich noch in diesem Jahr die erste Bürgersprechstunde durch führen und diese anschließend regelmäßig anbieten. Politik muss den Menschen zuhören und ihre Anliegen ernst nehmen.


🟢 W.S. : Aus meiner Sicht werden junge Erwachsene zwischen Ausbildung und Familiengründung oft zu wenig wahrgenommen. Wer Hatten als attraktiven Lebensmittelpunkt erlebt, soll auch später gern zurückkehren. Deshalb möchte ich einen regelmäßigen Jugend- und Zukunftsdialog mit konkreten Projekten etablieren, damit ihre Ideen frühzeitig in Entscheidungen zu Wohnen, Mobilität, Freizeit und Digitalisierung einfließen.




Bild: Sven Döhren


HATTENhat.: Wir sind Hatten, mehreren Ortschaften mit unterschiedlichen Bedürfnissen.

Wie wollen Sie sicherstellen, dass sich nicht nur die größeren Orte wie Sandkrug und Kirchhatten weiterentwickeln, sondern auch die kleineren Dörfer sichtbar, eingebunden und lebenswert bleiben? Bitte nennen Sie eine konkrete Maßnahme.


E.D. : Jeder Ortsteil hat seine eigenen Stärken und Bedürfnisse. Deshalb möchte ich zweimal jährlich einen Bürgerstammtisch in jedem einzelnen Ortsteil anbieten. Die Veranstaltung soll direkt vor Ort stattfinden und den Menschen die Möglichkeit geben, ihre Anliegen, Ideen und Wünsche in lockerer Atmosphäre einzubringen. Ergänzend können Angebote für Kinder und Familien sowie Treffpunkte wie Schnackbänke das Miteinander stärken. So entsteht ein regelmäßiger Austausch, der die Dorfgemeinschaft fördert und sicherstellt, dass alle Ortsteile gleichermaßen gehört und weiterentwickelt werden.


🔴 G.E. : Als Bürgermeister bin ich für alle Ortsteile da. Im regelmäßigen Austausch mit Ratsmitgliedern, Bezirksvorstehern, Vereinen und Unternehmen möchte ich überall sichtbare Projekte voranbringen. Konkret werde ich die Umsetzung des Dorfentwicklungsplans vorantreiben, Dorfplätze und Treffpunkte stärken, Ortsteilbudgets für bürgerschaftliches Engagement einführen und mich für bessere ÖPNV-Verbindungen zwischen den Ortsteilen einsetzen. So bleibt ganz Hatten lebenswert und gut verbunden.


D.O. : Ich werde im Rahmen einer „reisenden“ Bürgersprechstunde in allen Ortschaften der Gemeinde ansprechbar sein. Unterschiedliche Bedürfnisse brauchen unterschiedliche Lösungswege. Eine Pauschallösung wird nie allen berechtigten Interessen gleichermaßen gerecht. Ich setze auf pragmatische Lösungen vor Ort.


🟠 S.P. : Jeder Ortsteil hat eigenen Stärken und Herausforderungen. Deshalb dürfen nciht nur die größerren Ortsteile im Mittelpunkt stehen. Als Bürgermeister für alle in Hatten, werde ich jeden Ortsteil mind. 1x im Jahr besuchen und dort eine öffentliche Bürgersprechstunde anbieten. Zusätzlich werde ich ein Ortsteilbudget für kleinere Maßnahmen prüfen und Ortsteilpatenschaften durch Ratsmitglieder anregen. So stellen wir sicher, das alle Ortsteile regelmäßig gehört & gleichermaßen berücksichtig werden.


🟢 W.S. : Hatten lebt von der Stärke aller Ortsteile. Deshalb dürfen Entscheidungen nicht nur die größten Orte im Blick haben. Ich möchte jährlich feste Ortsteilgespräche mit Verwaltung, Politik und Bürgerschaft durchführen und daraus einen transparenten Maßnahmenplan für alle Dörfer entwickeln. So werden Anliegen sichtbar, Prioritäten nachvollziehbar und Fortschritte für alle Bürger überprüfbar.



HATTENhat.: Ein Projekt bringt der Gemeinde wirtschaftliche Vorteile, stößt aber auf deutlichen Widerstand in der Bevölkerung. Unter welchen Bedingungen würden Sie ein solches Projekt weiterverfolgen – und ab welchem Punkt würden Sie es stoppen?


E.D. : Wirtschaftliche Vorteile allein reichen für mich nicht aus. Als Bürgermeister würde ich zunächst transparent über Ziele, Nutzen und Auswirkungen informieren und den Gemeinderat sowie die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einbinden. Bei größerem Widerstand würde ich den Dialog suchen – beispielsweise im Rahmen einer Bürgerbefragung oder zusätzlicher Bürgerstammtische. Sollte sich zeigen, dass die Nachteile für die Lebensqualität den Nutzen deutlich überwiegen oder keine tragfähige Akzeptanz erreichbar ist, würde ich das Projekt nicht weiterverfolgen.


🔴 G.E. : Ich würde ein Projekt nur weiterverfolgen, wenn es rechtlich zulässig, fachlich überzeugend, transparent vermittelt und nach sorgfältiger Abwägung für Mensch, Natur und Gemeinde vertretbar ist. Grundlage ist ein Beschluss des Rates. Als Bürgermeister würde ich auf eine frühzeitige Bürgerbeteiligung, nachvollziehbare Entscheidungen und die Bereitschaft setzen, Projekte bei berechtigten Einwänden anzupassen. Stoppen würde ich sie, wenn sie rechtswidrig sind oder wesentlichen Zielen der Gemeindeentwicklung klar widersprechen.


D.O. : Auch wirtschaftlich bedeutsame Projekte brauchen die Unterstützung oder mindestens Akzeptanz der Bevölkerung. Ziel allen Handelns einer Gemeindeverwaltung muss eine hohe Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger sein. Daher gilt es betroffenen Interessengruppen zuzuhören, Bedenken ernst zu nehmen und dann gemeinsam Kompromisse zu finden. Sollten für alle tragbare Kompromisse nicht möglich sein, muss in letzter Konsequenz auch ein auf den ersten Blick attraktives Projekt gestoppt werden.


🟠 S.P. : Wirschaftliche Entwicklung ist wichtig, denn Einnahmen ermöglichen Investitionen in Schulen, Straßen, Vereine & v.w. Aufgaben der Gemeinde. Wenn ein Projekt auf großen Widerstand stößt, frage ich zuerst nach den Ursachen: Wurden die Bürger frühzeitig beteiligt & ausreichend informiert? Deshalb setze ich auf transparente Information und echte Bürgerbeteiligung. Bei besonders weitreichenden Projekten kann ich mir auch einen Bürgerentscheid vorstellen. Wenn trotz allem eine deutliche Mehrheit das Projekt ablehnt, werde iche s nicht gegen den Willen der Bürger durchsetzen.


🟢 W.S. : Wirtschaftlicher Nutzen allein reicht für mich nicht aus. Ich würde ein Projekt nur weiterverfolgen, wenn die Vorteile transparent belegt sind, Alternativen geprüft wurden und die Bürger frühzeitig beteiligt wurden. Entsteht dabei der Eindruck, dass die Belastungen den Nutzen dauerhaft überwiegen oder keine tragfähige Akzeptanz erreichbar ist, würde ich das Projekt stoppen oder grundlegend überarbeiten.



HATTENhat.: Welche konkrete Veränderung würden Sie in den ersten zwei Jahren umsetzen, damit die Verwaltung der Gemeinde Hatten bürgernäher, schneller oder transparenter wird?


E.D. : Ich würde die Verwaltung konsequent modernisieren und gleichzeitig bürgernäher machen. Dazu gehören die Einführung der Digitalakte sowie die Umstellung interner Verwaltungsabläufe auf digitale Prozesse. Dadurch werden Bearbeitungszeiten verkürzt und die Mitarbeitenden gewinnen mehr Zeit für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Für nichtmobile Menschen möchte ich Hausbesuche der Verwaltung ermöglichen. Ergänzend regelm. Bürgerstammtische in den Ortsteilen sowie eine wöchentl. Akutsprechstunde soll eingeführt werden, in der auch kurzfristig und ohne Termin Anliegen vorgebracht werden können.


🔴 G.E. : Ich will die Verwaltung spürbar moderner, schneller und bürgernäher machen. Dazu gehören für mich einfache Online-Dienste, digital einsehbare Bebauungspläne, vereinfachte und KI-gestützte Verfahren sowie Antragsassistenten, die Wege und Wartezeiten reduzieren. Mit einer Open-Data-Plattform, einem Mitmachportal und besserer Kommunikation auf verschiedenen Kanälen möchte ich mehr Transparenz und Beteiligung schaffen. Infos müssen verständlich, aktuell und dort verfügbar sein, wo die Menschen sie benötigen. Mein Ziel ist eine Verwaltung, die zuhört, erreichbar ist und den Alltag erleichtert.


D.O. : Ich werde eine zentrale Gemeinde-App einführen, über die sich Anliegen und Anträge unkompliziert erledigen und Termine vereinbaren lassen, und die so die direkte Ansprechbarkeit der Verwaltung für die Bürgerinnen und Bürger verbessert. Weiterhin werde ich eine regelmäßige, reisende Bürgersprechstunde in allen Ortsteilen anbieten.


🟠 S.P. : In den ersten 2 Jahren möchte ich konkrete Verbesserungen umsetzen: Online Termin Buchung für alle Bürgerdienste, Digitale Anträge für möglichst viele Leistungen, einen Bearbeitungsstand für alle Anträge sowie regelmäßige Bürgersprechstunden in den Ortsteilen & im Rathaus. So wird Verwaltung einfacher, schneller, offener und nachvollziehbarer.


🟢 W.S. : Ich möchte innerhalb der ersten zwei Jahre einen verbindlichen Bürgerservice mit klaren Bearbeitungsstandards und digitalen Rückmeldungen einführen. Bürger sollen wissen, wer ihr Anliegen bearbeitet, wie der Stand ist und wann sie mit einer Antwort rechnen können. Das schafft mehr Transparenz, Verlässlichkeit und Vertrauen in die Verwaltung.



HATTENhat.: Wie verstehen Sie Ihre Rolle zwischen Gemeinderat, Verwaltung und Bürgern – und wie würden Sie handeln, wenn politische Beschlüsse, fachliche Einschätzungen der Verwaltung und Erwartungen aus der Bevölkerung nicht zusammenpassen?



E.D. : Als Bürgermeister möchte ich zuhören, vermitteln und Entscheidungen verständlich erklären. Wenn Politik, Verwaltung und die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger auseinandergehen, braucht es einen offenen Austausch statt verhärteter Fronten. Deshalb ist es mir wichtig, Betroffene und Interessengruppen frühzeitig einzubinden und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Am Ende müssen Entscheidungen nachvollziehbar sein – auch wenn nicht jeder mit ihnen einverstanden ist.


🔴 G.E. : Ich verstehe meine Rolle als Vermittler, Verwaltungsleiter, Repräsentant und politischer Steuerer, der Interessen zusammenführt, Prioritäten setzt und Entscheidungen verlässlich umsetzt. Wenn politische Beschlüsse, fachliche Einschätzungen der Verwaltung und Erwartungen aus der Bevölkerung auseinandergehen, setze ich auf offenen Austausch und Lösungen, die rechtlich tragfähig, praktisch umsetzbar und politisch verantwortbar sind. Für mich ist das Bürgermeisteramt eine politische Führungsaufgabe mit dem Ziel, Rat, Verwaltung und Bürger bestmöglich zusammenzuführen.


D.O. : Ich sehe meine Aufgabe als Bürgermeister darin, zwischen unterschiedlichen Interessen zu vermitteln. Der Gemeinderat hat dabei die Aufgabe, die Positionen der Bürger zu vertreten. Die Verwaltung hat die daraus resultierenden Aufgaben umzusetzen. Entsteht zwischen diesen unterschiedlichen Aufgabenbereichen eine deutliche Diskrepanz, werde ich als vermittelnde Instanz den Dialog suchen und alle Beteiligten an einen Tisch holen. Mit einem offenen und ehrlichen Gespräch werde ich für Transparenz und gegenseitiges Verständnis sorgen und für alle tragbare Kompromisse finden.


🟠 S.P. : Als Bürgermeister sehe ich mich als neutrales Bindeglied zwischen Bürgern, Rat & Verwaltung. Meine Aufgabe ist es unter anderem, zuzuhören, unterschiedliche Interesse zusammen zu führen und Entscheidungen transparent zu erklären. Wenn ein Beschluss auf Kritik stößt, nehem ich die Sorgen der Menschen ernst und überprüfe ob Verbesserungen möglich sind. Gelichzeitig gilt: Politik darf sich nicht jeder Ablehnung beugen. Wurde Transpratent informiert, sorgfältig abgewogen und demokratisch entschieden, müssen Beschlüsse auch verlässlich umgesetzt werden.


🟢 W.S. : Der Bürgermeister ist für mich Brückenbauer zwischen Rat, Verwaltung und Bürgerschaft. Ich höre allen Seiten zu, lasse fachliche Argumente sorgfältig prüfen und respektiere demokratische Beschlüsse. Stimmen Erwartungen auseinander, suche ich das Gespräch, erläutere Entscheidungen transparent und werbe für tragfähige Lösungen. Nicht jeder Wunsch lässt sich erfüllen – aber jede Entscheidung muss nachvollziehbar und fair sein.



HATTENhat.: Welchen einzelnen Indikator würden Sie wählen, um den Erfolg Ihrer Amtszeit nach acht Jahren zu bewerten?


E.D. : Mein Maßstab ist das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Wenn sie mir nach acht Jahren erneut ihre Stimme geben würden, wäre das für mich die ehrlichste Bewertung meiner Arbeit.


🔴 G.E. : Den Erfolg würde ich vor allem daran messen, ob Hatten spürbar bürgernäher, schneller und transparenter geworden ist. Ein Indikator wäre für mich die Frage, ob Bürgerinnen und Bürger sagen: „Das Rathaus ist einfacher erreichbar, verständlicher und löst Probleme schneller.“ Das wäre für mich ein starker Gradmesser für eine bessere Verwaltung.


D.O. : Die Bevölkerungszahlen sollen laut Introszenario des Kramergutachtens ab 2030 rückläufig sein. Wenn ich diesem Trend entgegenwirken kann, ist ein wichtiger Schritt getan.


🟠 S.P. : Für mich ist das der wichtigste Maßstab, denn Politik ist nur dann erfolgreich wenn die Verbesserungen bei den Menschen tatsächlich ankommen und auch wahrgenommen werden.


🟢 W.S. : Mein wichtigster Erfolgsindikator ist das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in ihre Gemeindeverwaltung. Wenn sie sagen: „Die Gemeinde hört zu, arbeitet verlässlich und erklärt ihre Entscheidungen nachvollziehbar“, dann war meine Amtszeit erfolgreich.



HATTENhat.: Wenn die Menschen in Hatten im Jahr 2034 auf Ihre Amtszeit zurückblicken: Woran sollen sie merken, dass diese acht Jahre der Gemeinde gutgetan haben – und was wäre für Sie ein klares Zeichen, dass Sie Ihr Ziel verfehlt haben?


Bild: Sven Döhren


E.D. : Ich möchte, dass die Menschen im Jahr 2034 sagen: Diese acht Jahre haben Hatten vorangebracht. Die Verwaltung ist moderner und bürgernäher, alle Ortsteile haben sich weiterentwickelt, Vereine und Ehrenamt sind gestärkt und Familien finden gute Lebensbedingungen vor. Wenn die Menschen gerne hier leben und Vertrauen in ihre Gemeinde haben, dann haben wir unser Ziel erreicht. Verfehlt wäre es nur, wenn Stillstand statt Weiterentwicklung das Fazit wäre.


🔴 G.E. : Die Menschen sollen merken, dass unsere Gemeinde spürbar weitergekommen ist bei Verwaltungsservice, Schulen, Infrastruktur und Beteiligung. Man soll sehen, dass Projekte nicht nur angekündigt und beschlossen, sondern umgesetzt wurden, und dass die Gemeinde trotz notwendiger Veränderungen ihren Charakter behalten hat. Zeichen des Scheiterns wären für mich u.a. wiederkehrende Grundsatzdebatten sowie zu wenig konkrete Verbesserungen.


D.O. : Der Zuzug neuer Bürgerinnen und Bürger überwiegt den Wegzug oder einen anderweitig bedingten Bevölkerungsrückgang. Die Gemeinde ist finanziell leistungsfähig und zukunftssicher aufgestellt. Freiwillige Leistungen können bspw. durch höhere Gewerbesteuereinnahmen gesichert und ausgebaut werden. Qualitativ hochwertige Betreuungs- und Bildungsangebote locken junge Familien ebenso wie umfangreiche und moderne Sport- und Freizeitmöglichkeiten inmitten wunderschöner Natur. Investitionsstaus, bspw. in der Infrastruktur, wurden abgebaut.


🟠 S.P. : Meine Amtszeit war erfolgreich, wenn die Menschen 2034 sagen: "In Hatten hat sich spürbar etwas zum Besseren verbessert".


🟢 W.S. : Meine Amtszeit wäre erfolgreich, wenn Hatten 2034 als lebenswerte, finanziell solide und gut geführte Gemeinde wahrgenommen wird, in der Bürger Vertrauen in Verwaltung und Politik haben. Verfehlt hätte ich mein Ziel, wenn Menschen den Eindruck gewinnen, ihre Anliegen würden nicht ernst genommen oder die Gemeinde verliere den Zusammenhalt.



⬇️ Das Kurzprofil als .PDF Datei zum Herunterladen



Die Kandidaten - Kurz & persönlich



⬇️ Kurz & persönlich als .PDF Datei zum Herunterladen



Zum Schluss



Fünf Kandidaten. Dieselben Fragen.

Fünf unterschiedliche Blicke auf die Zukunft von Hatten.


Lesen. Vergleichen. Nachfragen. Wählen gehen.


Am 13. September 2026 entscheiden die Bürgerinnen und Bürger, wer Hatten bis 2034 führen soll.


Denn die Zukunft unserer Gemeinde entsteht nicht irgendwo. Sie wird von den Menschen mitgestaltet, die hier leben.



HATTENhat.

Von Hatten. Für Hatten.


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📣 Bürgermeisterkandidaten direkt erleben


Neben diesem Interviewformat gibt es im August weitere Gelegenheiten, die Bürgermeisterkandidaten persönlich zu erleben und ihnen direkt Fragen zu stellen:


  • 2. August, ab 10:00 Uhr: Podiumsdiskussion im Dingsteder Krug

  • 12. August, ab 19:00 Uhr: Podiumsdiskussion im Zum Deutschen Hause in Kirchhatten

  • 20. August: Termin beim TSG in Sandkrug


So entsteht ein weiteres Bild: digital vergleichbar auf HATTENhat. – und persönlich vor Ort.


Lesen. Vergleichen. Nachfragen. Wählen gehen.




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